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Aktualisiert am 24.01.2012

 

 

Geboren und aufgewachsen in Berlin, war ich schon von klein auf gerne künstlerisch tätig. Meine Mutter, ebenfalls Künstlerin, verschaffte mir diese Möglichkeit.

Als 6-jährige nahm sie mich z.B. regelmäßig in ihren wöchentlichen Druckkurs mit. Dort machte ich mit Begeisterung meine ersten Kaltnadelradierungen und durfte mich experimentell und farbenfroh an der großen Druckpresse mit dem riesigen Kurbelrad ausleben. ...Druckexperimente, die sich Erwachsene nie getraut hätten. Die Ergebnisse waren scheinbar so beeindruckend, dass mir der Leiter des Kurses sie für 70 DM abkaufte. Ich war erstaunt.

Auch in der Schule malte und zeichnete ich gerne, allerdings am liebsten, wenn ich genügend Freiräume hatte, eigene Ideen einzubringen. Mit 15 Jahren begann ich an Gruppenausstellungen teilzunehmen, wobei mir meine Mutter auch hier den Weg ebnete. So brachte damals meine Bewerbung für die Nordberliner Künstler-Ausstellung im Laabsaal Berlin, die Leitung ins grübeln, ab welchem Alter man überhaupt teilnehmen darf. Ich durfte ausstellen.

 Meine erste Einzelausstellung machte ich mit 17 Jahren in der Kultur- und Jugendstätte „Kultureck“ in Berlin. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Arbeiten thematisch sehr vielfältig. Nach der Schule malte ich fast jeden Tag, unerschöpflich an Ideen.

 Mit den Bewerbungen an der Kunsthochschule und auch mit dem Kunststudium wurde diese spontane, offene und lebendige Schaffenskraft zunächst etwas eingedämmt. Meine Werke  und auch meine Ideen mussten äußerer Kritik standhalten und ich machte mir darüber Gedanken, was ich mit meiner Kunst möchte. Ich fand für mich mehrere Wege. Begeistert über die Wirkung von Farben, Formen und Strukturen, genoss und genieße ich einfach deren Anblick und freue mich darüber, etwas Positives in die Welt zu geben. Des weiteren entstanden und entstehen konzeptionelle Werke, die jedoch immer auch einen ästhetischen Anspruch haben.

 Naturthemen nahmen 1994 zum ersten mal meine Aufmerksamkeit in Anspruch. Schnecken, die mich schon immer beeindruckten, wurden zunächst mein künstlerisches Motiv.  Sie faszinierten mich mit ihrem gewundenen Gehäuse, ihrer intensiv strukturierten Schneckenhaut und den Fühlern, die neugierig in die Welt heraustasten.

Immer wieder waren meine Bildthemen eher abstrakter Art. Ich entdeckte die Schraffur, als eine Möglichkeit, die Intensität und Dichte eines Bildes zu steigern. Ich kombinierte Malerei mit Zeichnung. Ein gemaltes Bild kam mir unfertig vor, wenn noch nicht hineingezeichnet war.

Durch auflegen vieler durchschimmernder Farbschichten, in der Regel ein heller Ton zu erst, erreichte ich eine Leucht- oder Lichtkraft aus dem Bild heraus.

Auch angeregt duch mein Biologiestudium und die Mikroskopierpraxis, fesselten mich weiterhin Naturstrukturen, in dieser Zeit besonders Zellstrukturen.

Die Farben, die ich in meinen Bildern benutzt habe, waren immer auch ein Spiegel meiner psychischen Verfassung. Während einer schwierigen Zeit in der Pubertät, nutzte ich vermehrt Schwarz, anschließend kam die Farbe „Blau“, eine Zeit in der ich sehr verträumt und sehnsuchtsvoll war. Mit dem Wegzug 1996 aufs Land, in die Gemeinde Morschen, fing ich an mich intensiv mit meiner Gesundheit und gesunder Lebensweise zu beschäftigen. Ich malte fast ausschließlich Bilder in lichten, freundlichen Grün- und Gelbtönen.  Für mich,  Farben der Heilung.

Seit ca. 1999 öffnete ich meine Farbpalette, benutze nun auch Rot, Braun, Orangetöne, auch mal  helle, weißliche Töne mit Hellblau. Schwarz vermeide ich seit meiner „Schwarz-Phase“. Man kann mit einem annähernden Schwarzton, gemischt aus den Grundfarben, ein viel lebendigeres “Dunkel“ herstellen.

Als Motiv benutzte ich neben Zellen, auch als Symbol meiner inneren Reinigung, Flüsse in jeglicher Variante. Sie bedeuten für mich etwas sehr Positives, „etwas in Fluß bringen“, „in Gang“. Und tatsächlich hat sich seitdem einiges geklärt und sehr positiv entwickelt:

Zum einen gehört ganz besonders, die in liebevoller Eigenarbeit fertiggestellte „Kunstwerkstatt Anders“. Anfang 2005 wurde sie eingeweiht. Hier möchte ich mir und anderen Menschen die Möglichkeit geben,  sich künstlerisch zu entfalten. Weg vom Alltag sich entspannen, in sich zu gehen und übers Malen, Zeichnen oder Plastizieren neue Kraft zu schöpfen. Schwerpunkt ist die experimentelle Herangehensweise und die Freude an Form und Farbe. Fast jedem fällt es zunächst schwer, sich von den eigenen hohen Ansprüchen zu lösen, um dann ein freies Bild aus dem Inneren entstehen zu lassen und den Augenblick dabei zu genießen. Ich gebe dabei feinfülig Hilfestellung dies zu überwinden. Neben dem Malen und Zeichnen sind Mosaikkurse ein weiterer Schwerpunkt geworden, die in den Sommermonaten in kreativer Atmosphäre im Hinterhof gerne in Anspruch genommen wird. Ein weiterer inhaltlicher Ausbau ist für das Plastizieren in Ton geplant. Kurstermine gibt es bei mir auf Anfrage.

Zusätzlich habe ich die Ausbildung als Heilerzieherin und Waldorflehrerin abgeschlossen und war einige Jahre als Lehrerin für Biologie und Kunst (Malen, Zeichnen, Plastizieren, Aufbaukeranik, Drucken) an der Waldorfschule Eschwege tätig.

Seit 2005 fange ich  nun an auch wieder gegenständlich zu malen. Ich beschäftige mich u.a. mit menschlichen Porträts und Tierbildern.

In meiner eigenen künstlerischen Arbeit fasziniert mich neben der Malerei  genauso auch die Plastik. Es sind mehrere Serien in Gips entstanden, bei denen Strukturen sowie das “Innen und Außen” eine wesentliche Rolle spielen. Diese Thematik begeistert mich nach wie vor und wird auch im Material Ton angegangen.

Gerne probiere ich generell neue Techniken aus und suche geradezu die Herausforderung. In der Regel kann man bei meinen Arbeiten erst auf den zweiten Blick die umfangreichen Details erkennen.

Die Verzierung des Fachwerkhauses und seiner Anbauten geschieht mit Lehm, Malerei oder Mosaik und wird je nach Inspiration weiter fortgesetzt. Dabei gilt, dass aus den größten Fehlern des Hauses meist die interessantesten Kunstwerke entstehen.

Kontakt:

Kunstwerkstatt Anders, E. Anders, Ottenstr.9, 34326 Morschen, Tel. 05664/ 930 776, www.kunstwerkstatt-anders.de, info@kunstwerkstatt-anders.de

Künstlerischer Lebenslauf Elke Anders

 

1974                 geboren in Berlin,

           Künstlerische Anregung durch Mutter von Kindheit an

           - meinem künstlerischen Ideenreichtum sind kaum Grenzen gesetzt

1989                 Beteiligung an der 2. Nordberliner Künstler Ausstellung (NBK)

           im Laabsaal Lübars

1991                 Beteiligung an der 3. NBK

1992                 Einzelausstellung in der Jugendfreizeitstätte „Kultureck“

1992-1995        Verstärktes Aneignen realistischer Mal- und Zeichentechniken

1993                 Abitur

1994                 Beteiligung an der 4. NBK

1993-1995        Leitung diverser Kindergruppe: Kreatives Schaffen, Plastizieren

1994-1996        Kunststudium an der Hochschule der Künste, Berlin; u.a. bei

           der Künstlerin  JohannaStaniczek, mit Schwerpunkt „Natur“,               

                           Entstehung des „Schneckenzyklus“

1995                 Beteiligung an der 5.NBK

1995-2001       Tiefgehende Arbeit in Skizzenbüchern

1996                  Umzug von Berlin aufs Land nach Morschen, um der Natur

           näher zu sein

1996-2002        Kunststudium an der Kunsthochschule Kassel (HBK), in der

           Klasse von Dorothee von Windheim und bei Dr. Salzmann,

                           Erarbeitung meiner charakteristischen Zeichentechniken.

                           In meinen Bildern fängt die Farbe Grün an die Farbe Blau

           abzulösen, Anfänge Plastischer Arbeiten in Holz,

                           Strukturen erhalten meine verstärkte Aufmerksamkeit.

                           (1996-2001 Lehramtstudium Kunst und Biologie,

          1998-2002 Studium der Freien Kunst)

1997                  Beteiligung am Rundgang der HBK, 1997

1998                  Beteiligung an der „OGE“-Benefizausstellung im

           Kloster Haydau, Altmorschen, zu Gunsten von Kindern in Not

1998                  Beteiligung an einer weiteren „OGE“-Ausstellung in der

           Kurfürstengalerie Kassel

1998                 Beteiligung am Rundgang, 1998, der HBK

1998-1999        Das Thema „Strukturen“ bearbeite ich in verschiedenen

           Techniken, z.B. Gipsabgüsse von Körperabdrücken,

           Zeichnungen, Malerei

1999                 Gruppenausstellung „BIONALE“ in der Kulturfabrik

           Salzmann, Kassel, mit sieben weiteren Kunst/Biologie-

           Studenten im Kontext Kunst/Biologie

1999                 Beteiligung an einer weiteren „OGE“-Ausstellung  mit fünf

           Künstlern im Krankenhaus Eschwege

1999-2001        Skulpturale Arbeiten in Gips zum Thema Strukturen, Innen

           und Außen

seit 2000          Verschiedene fotografische Reihen entstehen zum Thema

           „Strukturen“

2000                  Beteiligung zum letzten Mal am Rundgang der HBK

2000                 Intensive künstlerische Auseinandersetzung im Projekt “Distel“

2001                  Künstlerische Examensarbeit zum Thema „Hohlform-Höhle“,

           “Innen und Außen “, als Ausgangsobjekt dienten Kürbisse,

                           Abschluss als Kunst und Biologielehrerin.

2003-2004        Erste Auseinandersetzung mit anthroposophischen Mal-

           techniken, die meiner Technik in manchen Bereichen ähnelt.

           Durch lasierende Schichten in der Malerei, soll eine tiefe Leucht-

           kraft der Farben entstehen.

                           Ausbildung zur Waldorflehrerin und Heilerzieherin

2003                 Tätigkeit als Zeichenlehrerin in der Waldorfschule Kassel

2004                 Erster Versuch harten Stein zu bearbeiten

2004 - 2008      Kunstlehrerin ( Plastizieren, Aufbaukeramik, Malen, Zeichnen,

           Drucken) und Biologielehrerin an der Waldorfschule in Eschwege 

                 Neben der weiteren Faszination von Strukturen und relativ

           gegenstandsfreien Bildern entwickelt sich ein neues Thema:

           das Porträt. Hierbei ist mir die Komposition im Bild, Ausdrucks-

           kraft der Gesichter und die Farbwahl und Farbanordnung

           besonders wichtig.

2004-2005        Ausbau der “Kunstwerkstatt Anders” im Haus und kleine

           Einweihung

seit 2005          Kunstkurse in der Kunstwerkstatt

2009                 Ausstellung im Umweltbildungszentrum, Expo-Pavillon Licherode

2009                 Ausstellung Sparkasse Melsungen

2010                 Ausbau des vielfältigen Kunstangebots für Kinder, Jugendliche                                und Erwachsene in der Kunstwerkstatt Anders. Inhalte sind z.B.                             Experimentelle Malerei, Zeichnen, Mosaik und Kindergeburtstage.

2010                 "Wir- hier und jetzt-" Ausstellung und Malaktion in der Kulturhalle                            Salzmann, Spangenberg

2011                 Ausstellung “Farbräume - Farbträume” im Stadtcafe  Spgbg.